anderthalb Jahrzehnte lang. Am 2. Februar 1829 war er unter dem Namen„Polytechnischer Verein“ gegründet worden. Das Organ war von einemPrivatunternehmen ausgegangen, das unter dem Titel „AllgemeinesOrgan für Handel und Gewerbe des In- und Auslandes und damitverwandte Gegenstände“ seit dem 3. Dezember 1834 erschien, von C. C.Becher, vormaligem Unterdirektor der Rheinisch-Westindischen Com-pagnie besorgt und verlegt. Der Herausgeber wollte „das Vorhandenewie die fortschreitenden Bewegungen des Handels und der Gewerbemöglichst vollständig und klar vor Augen legen“. In der Tat ist es einewahre Fundgrube für das gewerbliche und industrielle Leben im 19. Jahr-hundert. Als Becher am 21. März 1836 gestorben war, übernahm dessenSohn Dr. jur. A. J. Becher die Herausgabe, seit Juli 1836 unterstützt durchA. v. Binz er, der seit Oktober die „Redakzion“ allein führte unter demVerlag von Bechers Witwe 2S .
Mit dem Jahrgang 1842 ging der Verlag auf A. v. Binzer über, dersich mit C. B e d b u r in die geistige Leitung teilte. Im Mai 1843 wirdE. D e 11 e n b u s c h in die Schriftleitung aufgenommen, der seit dem 18. Juli1843 als alleiniger Leiter und Herausgeber zeichnet, während Binzer nurals Verleger erscheint.
Den Druck des „Allgemeinen Organs“ übernahm Lambert Bachem, dersich mit Dellenbusch duzte, im Jahre 1844 mitten im Vierteljahr (März),mit dem wöchentlichen Beiblatt für das Transportwesen. Gleichzeitigwurde das „Redaktionsbureau und die Expedition“ von Sachsenhausen 37(Druckerei J. A. Mermet) nach Marzellenstraße 15 verlegt. In der Nummervom 23. März befindet sich „Ein Wort über die projektirte Rhein-brücke“, in dem schon der Bau einer Kettenbrücke in Vorschlaggebracht wurde. Mit dem dritten Vierteljahr 1848 erschien das Blattviermal wöchentlich (vom 20. September ab täglich) und die Sehrift-leitungs- und Versendungsräume kamen in das Haus des Druckers. In derLeitung teilte sich Dellenbusch mit L(evin) Schücking, der sie seitdem IV. Vierteljahr, nachdem Dellenbusch nach Nordamerika ausge-wandert war, allein führte. Am 22. Juni 1849 machte die Schriftleitungdie Mitteilung, daß „die Stockung, welche seit den politischen Erschütte-rungen des vorigen Jahres in den Geschäften eingetreten ist, in einerWeise auf unser Unternehmen eingewirkt hat, daß dasselbe in jüngsterZeit nur mit bedeutenden Opfern hat weitergeführt werden können. DieVerhältnisse der Gegenwart versprechen leider keine baldige Wendungzum Bessern und wir haben uns dadurch gezwungen gesehen, auf dieFortsetzung des Organs im folgenden Quartal zu verzichten“.
Inzwischen hatte der Vorstand des Vereins vom h. KarlBorromäus in Bonn sich zur Herausgabe eines „Monats-b 1 a 11 e s“ unter Leitung des Verwaltungsausschusses entschlossenund Bachem den Kommissionsverlag übertragen.