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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
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konnte. Aktuelle Beiträge sucht man vergebens, wenn man nicht dieAuszügeaus den Zeitungsberichten der kgl. Regierungen zu Köln, Düssel-dorf, Koblenz, Trier und Aachen dazu rechnet. In späteren Jahrenkonnte der Inhalt mehr Anteilnahme beanspruchen, aber trotzdem ver-kleinerte sich der Leserkreis.

Nach vier Jahren legte Nöggerath, der ein Jahreshonorar von200 Taler bezogen hatte, wegen Arbeitsüberhäufung auf seinemGebiete in friedlichem Einvernehmen mit dem Verleger die Re-daktion der Provinzialblätter nieder und sein übrigens nichtgenannter Nachfolger wurde der Gymnasiallehrer Dr. ErnstWey den 19 . Obschon das finanzielle Ergebnis des Unternehmens

der Bezug kostete jährlich 3 Taler, das mit seinem zwischen340 und 236 Beziehern schwankenden Absatz in den vier Jahreneinen Verlust von 3138 Taler eingebracht hatte, nicht dazu hätteermutigen sollen, erschien es doch vom 1. Januar 1838 wöchentlichzweimal bei einem jährlichen Bezugspreis von 3 Taler 10 Sgr.1839 wurde das Format vergrößert. Das Ergebnis war, daß diebeiden Jahre 1838 und 39 den Verlust auf 4899 Taler vergrößerthatten. Als eine Bezugseinladung für das Jahr 1840 keinen ge-nügenden Erfolg hatte, entschloß sich Bachem endlich dazu, dasweitere Erscheinen einzustellen.

Für dieses Unternehmen hatte Lambert Bachem auf sein Nach-suchen vom 18. Januar 1836 schon unterm 6. Februar vom Ober-präsidenten der Rheinprovinz von Bodelschwingh die Erlaubniserhalten, diein das Gebiet der Religion, Politik, Staats-verwaltung und der Geschichte gegenwärtiger Zeit gehörendenGegenstände zu behandeln. Dabei war die Erwartung ausge-sprochen worden,daß diese Begünstigung dazu gereichen werde,die lobenswerte Tendenz der vorgenannten Zeitschrift noch festerzu begründen.

Dieser Erwartung der preußischen Regierung hatte die Re-daktion des Dr. Weyden allerdings in weitestem Maße entsprochen.Im Kölner Kirchenstreit und im Hermesianismus hatten dieProvinzialblätter nicht allein völlig auf seiten der Regierung ge-standen, sondern auch alle Schriften und nicht zuletzt Görres

bekämpft, die den Erzbischof verteidigten. Nachdem im Jahre1839 Lambert Bachem die Redaktion selbst in die Hand ge-nommen hatte, unterblieben alle Angriffe auf den Erzbischof.