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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Stadt, deren damaliger Zustand 9 sich freilich wenig zu poetischerVerherrlichung eignete. Von der beabsichtigten Fortsetzung hatder Verfasser Abstand genommen; wenigstens liegt nur einerstes Heft vor.

Dagegen erschien von ihm im nächsten Jahre (1821), ebenfallsnamenlos, eine romantische Erzählung,Der neue Achillesmit dem griechischen Freiheitskampf gegen die Türken vom Jahre1821 als Hintergrund.

Vier Jahre später reichte er sein fünfaktiges LustspielDie HofdameGoethe zur Beurteilung ein. In einer Besprechung vom 16. November1825 äußerte sich dieser sehr anerkennend darüber (vgl. Ferneres überdeutsche Literatur). Das Werkchen ist dann mit einem anderen 1830 beiCotta in Stuttgart erschienen.

Ein ungleich berühmterer Dichter folgte Elsholtz auf demFuße: kein Geringerer als Heinrich Hoffmann von Fallers-leben mit seinem Erstlingswerke. Der Dichter studierte seit1819 in Bonn und unterhandelte im Februar 1821 mit Bachemüber die Herausgabe seinerLieder und Romanzen.Wirwaren, erzählt er in seiner Selbstbiographie,bis auf das Ho-norar ganz einig und endlich auch über dies: ich sollte 4 Friedrichs-dor, nach Beendigung des Druckes, und noch 4 haben, wenn200 Exemplare verkauft wären 9 . Mit den Lettern war ich abergar nicht zufrieden, und wenn mich nicht die Aussicht auf etwasReisegeld gereizt hätte, so wäre wohl das ganze unterblieben.Die Druckereien in Bonn und Köln waren damals sehr erbärmlich:wenn auch etwas auf dem besten Papier gedruckt war, so sahes immer unsauber aus; auch der Schnitt der Lettern war ge-schmacklos. Sehr ergötzlich schien es mir deshalb, wenn Bachemsich brieflich äußerte: Ich weiß, daß Erzeugnissen des Geniusein gewisser Glanz nicht mangeln darf!

Noch vor Ende März kam die 108 Seiten starke Gedicht-sammlung heraus. Weil darin mehrere Uebersetzungen hollän-discher Volkslieder (darunter auch eine Uebersetzung der Königs-kinder aus dem: Dubbelt verbeterd Amsterdamze Liedboek), aucheinige Gedichte seiner Freunde Ludw. Henneberg und Krawinkelenthalten waren, zeichnete der Dichter auf dem Titel nur alsHerausgeber. Im übrigen war die Ausstattung zwar sehr ein-fach, der Druck aber nicht so schlecht, wie Hoffmann es späterdarstellte. Derselbegeschmacklose Letternschnitt ist sogarzu unserer Zeit wieder modern geworden! Die Auflage betrug