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Des Jobsiadendichters Carl Arnold Kortum Lebensgeschichte
Entstehung
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die Kranken, welche inir ihr Zukrauen schenkten,vermehrten sich täglich. Zufolge meines Tagebucheshatte ich schon im Jahre ^768 bei 600 Patientenin diesem einzigen Jahr; es starben davon nur ^0und diese waren noch dazu, von Anfang her, daich sie in die Tur bekam, unheilbar. Bei solchenguten Aussichten lebte ich in dem Schoost meinerBlutsverwandten in Mülheim sehr vergnügt. ImJahre ^767 wurde mir unter vorteilhaften Be-dingungen die Praxis in Lennep und im folgendenJahr die Praxis in Pagen angetragen, ich schlugaber beide aus, und würde überhaupt meinen erst-gewählten Geburtsort nie verlassen haben, wennes die göttliche Vorsehung nicht anders gewollthätte, denn obgleich noch 2 andere msäioi daselbstwohnten, so fand ich doch mein hinreichendes Aus-kommen. Meine Nebenstunden brachte ich teilsmit Lesen und Studieren, teils im Umgange mitmeiner Mutter, Brüdern und einigen Freundenzu. Zuweilen vertrieb ich mir auch noch die Zeit mitMalen, verfertigte auch wohl kleine Schreiner-arbeiten, oder legte Tische und anderen kleinenpausrat mit buntgefärbtem pafer- oder Gersten-ftroh ein, diese letzte Arbeit geriet mir oft soschön, als wenn sie mit dem Pinsel gemalt seien.

Das Jahr t?68 war übrigens für mich einsder denkwürdigsten. Denn ich heiratete meineBaase pelena Margaretha Lhinger, die Tochtermeiner Mutterschwester. Die persönliche Tin-

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