aber oft ganz willkürlich sich auch eines anderenPetschaftes bedient. Das Petschaft der nochlebenden ascherslebischen Geschlechtsverwandtenist oft davon sehr verschieden. Auch die west-fälischen Rortume haben statt des obigen Wappensöfters einen Pelikan, welcher seine Jungen füttert,gebraucht. Die Ursache davon ist mir nicht be-kannt.
Die Familie Rortum zog also aus Frieslandnach Bremen, ein Michael Rortum zog von danach Aschersleben, woselbst er Bürgermeisterwurde. Sein Sohn hieß Andreas Rortum. DessenSohn M. Daniel Rortum, dessen Sohn RenatusAndreas Rortum.
Dieser ist sowohl wegen seiner besonderenSchicksale als wegen außerordentlicher Gelehrsam-keitberühmt. Gr hatte dieGottesgelahrtheitstudiert.Gr stand als Prediger bei der lutherschen Ge-meinde in Hattingen oder Hattnegen in der Graf-schaft Mark. Schon an diesem Grte gab er vielekleine Streitschriften und einige Predigten, auchgrößere Werke heraus. Der berühmte von Steinenin seiner westfälischen Geschichte erwähnt seinersehr rühmlich.
Von Hattingen kam er als Prediger nachLebus, nicht weit von Frankfurt a. Oder. Hiergab er eine Geschichte des Bistums Tebus heraus.Gr machte auch viele Gelegenheitsgedichte. DieVeranlassung der Abreise dieses gelehrten Mannes
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