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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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giebt als das Herz der Menschen. Diese Liebe istdie Begeisterung, die immer göttlicher Art, gleich-viel ob sie thörichte oder weise Handlungen verübt.— Und so hat der kleine Knabe keineswegs unnützseine Thränen verschwendet, die er über die Leidendes närrischen Ritters vcrgoss, eben so wenig wiespäterhin der Jüngling, als er manche Nacht imStudicrstübchen weinte über den Tod der heiligstenFrcihcitshelden, über König Agis von Sparta,über Casus und Tiberius Gracchus von Rom, überJesus von Jerusalem, und über Robespicrre undSaint Just von Paris. Jetzt, wo ich die Togavirilis angezogen und selbst ein Mann sein will,hat das Weinen ein Ende, und es gilt zu handelnwie ein Mann, nachahmend die großen Vorgängerund, will's Gott! künftig ebenfalls beweint vonKnaben und Jünglingen. Ja, Diese sind es, ausdie man noch rechnen kann in unserer kalten Zeit;denn Diese werden noch entzündet von dem glü-henden Hauche, der ihnen aus den alten Büchernentgegenweht, und desshalb begreifen sie auch dieFlammenhcrzen der Gegenwart. Die Zugend istuneigennützig im Denken und Fühlen, und denktund fühlt desshalb die Wahrheit am tiefsten, undgeizt nicht, wo es gilt eine kühne Theilnahme auBekenntnis und That. Die älteren Leute sind