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1 (1861) Reisebilder : Th. 1
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und im Glas sah ich die liebe Heimat, den blauen,heiligen Ganges, den ewig strahlenden Himalaya,die riesigen Baniancnwälder, in deren weiten Laub-gängen die klugen Stephanien und die weißen Pil-ger ruhig wandelten, seltsam träumerische Blumensahen mich an, heimlich mahnend, goldne Wander-vögel jubelten wild, flimmernde Sonnenstrahlenund süßnärrische Laute von lachenden Affen necktenmich lieblich, aus fernen Pagoden ertönten diefrommen Priestergebete, und dazwischen klang dieschmelzend klagende Stimme der Sultanin vonDelhi — in ihrem Teppichgemache rannte siestürmisch auf und nieder, sie zcrriss ihren silbernenSchleier, sie stieß zu Boden die schwarze Sklavinmit dem Pfauenwedcl, sie weinte, sie tobte, sieschrie — Ich konnte sie aber nicht verstehen, derKeller des Signor Unbescheiden ist 3000 Meilenentfernt vom Harem zu Delhi, und dazu war dieschöne Sultanin schon todt seit 3000 Jahren —und ich trank hastig den Wein, den hellen, freudi-gen Wein, und doch wurde es in meiner Seeleimmer dunkler und trauriger — Ich war zum Todeverurtheilt — — — — — — ^ —