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Versuch über den Geist und den Einfluß der Reformation Luthers
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Betra ch tungen .

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de von dem gereizt-m Vice-Gvtte zu erflehen; ihn durchdie niedrigsten UnterwürfigkeUöbezeugungen, durch dieAnerkennung aller Rechte, die der stolze Hohepriestersich anmaaßte, zu besänftigen; nach welcher Demü-tigung denn der bußfertige Fürst wieder in seineverwirkten Ehren und Würden eingesetzt ward; undbcy jeder solchen Erfahrung die bestätigte und ver-mehrte Macht- der Päpste sich mehr als je befestigte.

Gott wolle nicht, daß man mir die verächtlicheAbsicht bepmesscn könne, in dieser Schrift auf irgendeine Weise die Clerisey und das Oberhaupt der romi-schen Kirche höhnen zu wollen. Heutiges Tages, nach-dem durch Jahrhunderte von Erniedrigung, von Be-raubung; für Jahrhunderte von Stolz, von Gier, undUnduldsamkeit gebüßt worden ist, würde es mehr alsgrausam sepn, den Nachfolgern das zuzurechnen,was ihre Vorgänger verbrochen haben. Wie wünfchens-werth würde es nicht feyn, sogar denken zu können, daßder alte Geist, der, nach Tagen einer eitlen Ehre, soviele Tage der Schmach über die Kirche herbeigeführthat, ganz bei ihren Dienern erloschen sey. Wenig-stens müssen wir glauben, daß der größte Haufe un-ter ihnen, an der Aufklärung ihrer Zeitgenossen Theil

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