XXIV
Vorrede.
lutherische Geistliche in diesem Vorschlage, zumalwenn alsdann, wie jetzt, ein Denkmal für Lu-ther im Werke gewesen wäre, eine Offenbarungsectirischer Eifersucht geahndet haben. Von sol-chem Argwohne sind wir jetzt rein. Dennochdürfte man, auch bei der höchsten VerehrungCalvins, gestehen müssen, daß derselbe nicht ingleichem Maaße mit Luther ein Interesse füralle habe, welche sich der durch die Reformationbewirkten Erlösung freuen, daß auch in dem fürLuther bestimmten Ehrendcnkmale nicht fo sehrdie Person Luthers, als das von Luther be-gonnene Werk, gemeint werde, und folglich diesDenkmal zugleich ein Bekenntniß der Dankbar-keit seyn solle, mit welchem die Nachwelt dasVerdienst aller der Männer ehrt, die das Werkzu Stande gebracht haben; und unter diesenMännern hat unstreitig Calvin einen sehr ho-hen Rang. Kaum ist zu hoffen, daß auch nurin der Stadt Genf, welche ihm so vieles ver-dankt, jetzt noch Herrn Mouriers Stimme,wenn sie bis dorthin erschallet, einigen Eifer an-regen werde, das von ihm gewünschte Denkmalmit angemessener Würde zu Stande bringen zuhelfen.
Seltene Umstände, und die in frühern Zei-