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Die Hauschronik der Familie Holl (1487-1646), insbesondere die Lebensaufzeichnungen des Elias Holl, Baumeister der Stadt Augsburg
Entstehung
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Befehl, ich solle sehen, wie diesem zu helfen wäre. Habe solchegleich änderst geordnet, ließ den Bach änderst abgraben und imGerade richten, die Hammer-Stühl verruckt und andere Räder gerichtoder gemacht, auch viel anders mehr, sonderlich ein neues Abwerk/)also daß jezund alles recht umgehet und wohl zu brauchen. DieserBau hat fast bey st. 900. gekostet,nnte« Dieses 1603te Jahr in der untern Papier-Mühl, so erst vor

^ Jahren gebanet worden durch Mstr. Jacob Erschey und Mat-m,d is thäus Schaller, beede Werkmeister, und nicht recht geralhen, hatdas Thräm ob der Werkstatt, so von der Feuchtigkeit erstickt war,einfallen wollen. Das Hab ich herausbrechen lassen und die ganzeWerkstatt geivölbt auf 6 steinerne Sänlen, 12 Creuzgewölb gewölbt;ist dis Gewölb 02 Schuh lang und 38Vz Schuh weit. Haben auchaller Orten andere Fenster-Rahm eingebrochen^ Ist dieses Gewölbin 10 Tag erbant worden, so kaum zu glauben. Man hat auch dasAbiverk im Wasser änderst geleitet; hat fast bey st. 1500. gekostet.

1004. Habe ich dem Herren Haubtmann Julius Welser,des Bauherren Matheus Welsers Bruder, im mittlen Zwinger amEinfarththor ein neu Haus von Grund auf gebaut mit einem Ausschuß.Dieser Bau ist 70 Schueh lang und 25 Schue brait, zwey Gadenhoch. Habe 25 Schue tief in Grund graben mueßen. Ist allerleiin diesem Bau gebauet worden, was zue einer Wohnung von nöthen:außer vorgemeltem Bau im Zwinger uf dem Platz ein lange Ab-seiten, darinnen Waschkuchen, Badstuben, Stallung, Holzlege undanders ist. So habe ich auch dis ganze Jahr an der SoldatenLosamenter zue beßeren und bauen gehabt an Feuerstöttcn und Dächern.Ga»dt-Haus 1004. In den Ablässen fand ich unter dem neuen Gandthaus,

Grund-Vcr- ^ ^ r ^

sicherung. so auch vom Mstr. Erschey vor wenig Jahren gebaut worden, einenint. o. sio großen gefährl. Schaden, so in diesem Bau im Grund übersehenworden, also daß dis Haus, so gerad auf dem Wasser stehet, inhöchster Gefahr ward und zu verwundern, daß es nit längstens ein-gefallen. Habs meinen Herren angezeigt, die mit mir alle 3 inden Grund hinabgestiegen, diesen Schaden selbst gesehen und be-funden, daß das Wasser, so von der Kreßens Mühl daran, mit seinenStrudeln von den Mühlrädern ganz ausgespült und ausgefressen.

0 Ablauf des Wassers.

2) Unklar. Vielleicht ist hinter dein Wort „Mühlrädern" einzuschalten: denGrund, Boden.