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Die Hauschronik der Familie Holl (1487-1646), insbesondere die Lebensaufzeichnungen des Elias Holl, Baumeister der Stadt Augsburg
Entstehung
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den 25, Novbr. begaben sie sich, weil ihme das Visir-Amt ge-nommen und der Reformation halber abgeschaft ward, beede nachRegensburg.

1614, den 1. Martii beschehrte uns Gott den 5 ten Erben, soein Sohn und in der h. Tauf Hieronymus genannt war; beySt. Ulrich getauft. Ao. 1625 den 28. September ward er, dasGoldschmidt-Handwerk zu lernen, eingeschrieben, bey Hrn. HansUlrich Stoßen 6 Jahr zu lernen. Ist ^.o. 1631 den 28. Septbr.bey denen von Goldschmidten losgezehlet worden als ein Gesell.

1635. Wie diese Stadt übergieng und wider kaiserlich worden,so haben meine 3 Söhne, nehml. Elias der Mahler, Hieronymus,Goldschmidt und Hanns, Kistlers-Gesell, den 28. Man am Mittwochmit dem schwedischen Commandanteu Hrn. Hanns Georg ausdem Winkel unter dem alten blauen sinnischen Regiment sich auchhinausbegeben, und alle drei Wohl ausstaffiert und mundicrt mit ab-gezogen und in den drei ersten Gliederen der Capitains-Licutenants-Compagnie heraus marschirt. Hr. Commandant hat mir versprochen,daß sie diese meine 3 Söhne allemahl in gemeldtem Hrn. Capitains-Lieutenants Quartier sollen logirt werden, bis sie nachher Erfurtsicher kommen oder wohin der Marsch weiter hin solle; wollte siedann lassen, wo sie ihrem Handwerk nach wollten, er wolle sie schonmit einem genügsamen Paß alsdann versehen und sollen von ihmeunaufgehalten seyn. Und seyn, zwar mit Erdultung großen Ungemachswegen überaus bößen Wetters, glücklich nach Leipzig gelangt, aberalle drei böße Füß bekommen.

1615, den 25. April gebahr meine Hausfrau das 6te Kind,Samstag Nachts zwischen 10 und 11 Uhr; war bey St. Anna getauftund Sara genant. Hat den Andreas Hamburg, einen Gold-arbeiter, geheyrathet; ist zu Wien 1656 gestorben und er auch balddarauf sehr eleud in Steyrmark gestorben.

1616 bescherte mir Gott den 20ten Junii, am Montag Nach-mittag um 6 Uhr, den 7 ten Erben, so ein Sohn, bey St. Anna gelauftund Johannes genannt wurde. Den 22. April 1630 hernach habeich diesen meinen Sohn Johann zu dem Schreinerhandwerk gethan,dem Mr. Hanns Georg Härtel auf 3 Jahr zu lernen verdingtund 50 fl. Lehrgeld geben. Den 20 ten Man ist er eingeschriebenworden und 1633 den 30. Juli auf dem Mezger-Haus dieser seinerLehr-Jahren ledig gezehlt worden.