Gottfried von Raesfeld.
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Bitters erste Frau Katharina aus dem Geschlechte von Gemenwar die Tochter des Johann v. Gemen und die Schwester Heinrichsund Hermanns von Gemen. Sie hat 1374 noch gelebt, da Bittermit Katharina und ihren beiden Söhnen am 5. November diesesJahres dem Wennemar von Heyden das Wiederkaufsrecht 1 derFreigrafschaft, der freien Stühle und seiner Güter und Eigenhörigen,welche in den Kirchspielen ‘Lembecke, Wulfem, Herveste, Scheren-bek, Rasvelde und Erlo' belegen seien, auf 8 Jahr gegen sechs-hundert und fünfzig alte Schilde gewähren. Die Schuld Wenne-mars rührt vermutlich aus der Fehde her, welche er gegen Heinrichvon Gemen, 2 3 Bitter von Raesfeld und Johann und Gosswin vonLembeck 1372 führte und bei welcher er unterlag. s Die Anwe-senheit Bitters bei der Erbschaftsteilung zwischen den BrüdernHeinrich und Hermann von Gemen 1370 erklärt sich somit ausder nahen Verwandtschaft, wie von Landsberg 4 ganz richtig ver-mutet hatte, nur sucht er die verwandtschaftliche Beziehung -zuweit.
Nach dem Tode seiner ersten Frau, der vor dem Jahre1380 erfolgt sein muss, heiratete Bitter eine Schwester der FrauHerburgis seines Schwagers Hermann von Gemen, Bäte oder Beatrixvon Zuilen, Tochter des Herrn Stephan von Zuilen zu Anholt.Eine dritte Schwester Alienor war an den Herrn Frank von Borselenverheiratet. Bäte v. Zuilen brachte ihrem Gemahl zunächst außerihrem baren Heiratsgute, wie aus einer Urkunde von 1380 hervor-geht, den Anspruch auf die Miterbschaft des Hauses Anliolt. 5Bald darauf jedoch, am 17. Dezember 1381, verzichten Bitter undBäte auf ihren Anteil an alle Erbansprüche auf Anholt und
1 ) Kindlinger: Minist. Beitr. III, 476. Urk. Ho. 171. Der Wiederkaufhat nach 8 Jahren und nicht eher zu erfolgen, und zwar muß die Absicht derEinlösung ein Jahr vorher persönlich oder durch Botenansage beim Pförtnerzu Ostendorf oder Raesfeld angekündigt werden.
2 ) Inventare I 2 . Gemen Schloß. Arch. Gemen No. 45. Vergl. Lands-berg, Westf. Zeitschrift. 41 (1883) S. 54 f.
3 ) Eine Reihe anderer aus dieser Fehde stammender VerpflichtungenWcnnemar’s und seiner Helfer bezeichnen die Urkunden: Inventare 1 2 .Gemen Schloß, Archiv Gemen No. 49, 52, 53, 54, 55, 56, 58, 59, 60.
*) Westf. Zeitschr. 41 (1883) S. 39.
5 ) Westf. Zeitschr. 41 (1883) S. 44. Inventare. Beibd. 1. (1902/4) Anholt,Schloß Rep. I No. 105.