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Gottfried von Raesfeld : sein Geschlecht, sein Leben und sein Testament ; ein Beitrag zur Geschichte des westfälischen Adels
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H. Dcgering.

In einer zweiten Urkunde 1 aus demselben Jahre verzichtenMathias von Raesfeld und Gisela unter Zustimmung ihrer Erbenund besonders der ‘Dominae Sophiae majoris’, der Mutter desMathias, wie sie kurz darauf genannt wird, gegen eine Entschä-digung auf ihre Ansprüche an denselben Schwederinghof. Der oben-genannte Hermann von Bermetfelde findet sich zusammen mitseinem gleichfalls vorhin erwähnten Bruder Gerardus sehr häufig inUrkunden 2 erwähnt. In einer dieser Urkunden 3 4 5 * vom Jahre 1284findet sich unter den anderen Zeugen auch ein ‘Mathyas de Rasuelde’,welcher als famulus bezeichnet wird. Derselbe ‘Mathias de Rasveldefamulus’ wird auch als Zeuge in einer Verkaufsurkunde seinesSchwagers ‘Gerhardus dictus de Bermetfelde’ 1 vom Jahre 1288 9aufgeführt. Als ‘tutor’ und ‘curator’ Erpo’s de Reyne finden wirMathias in einer Urkunde vom Jahre 1292 Er mag damalszwischen 50 und 60 Jahre alt gewesen sein. 1303 bezeugt er einenVerkauf Rudolfs von Sinderen ß . Nach Fahne 7 kommt er auch 1307in einer mir nicht bekannt gewordenen Urkunde als 'Mathias deRaesvelde famulus’ vor. 1315 8 * und 1316 11 finden wir ihn alsDrosten des Bischofs Ludwig II. von Münster in Lantegge. Alssolcher scheint er 1316/17 verstorben zu sein, da schon 1317 inUrkunden 10 ein anderer Droste von Lantegge genannt wird.

1 ) Ebd. 69. Urk. v. 7. Nov. 1290.

2 ) Westf. Urkundenbuck. Bd. 3. No. 806, 893, 10-11, 1L33, 1188, 1202,1212, 1231, 1243, 1267.

s ) No. 1243.

4 ) Westf. Urkundenbuch. Bd. 3. No. 1371.

5 ) Westf. Urkundenbuch. Bd. 3. No. 1448.

°) Inventare: Münster. Beih. I. Anholt Rep. III No. 43. Urk. vom11. Jan. 1303.

7 ) Fahne: Die Herrn u. Freiherrn v. Hövel I ä . S. 146.

8 j Mitteil. d. hist. Ver. zu Osnabrück. 6. (1860), S. 147: ZulassungOsnabrückischer Kaufleute zum Johannismarkt in Lantegge.

°) Kindlinger: Mimst. Beitr. II. Urk. No. 53. Mathias wird hier alsderjenige bezeichnet, auf dessen Rat 1316 die Einwohner des LandesWesterwald, bestehend aus den Kirchspielen Unswede, Vlachtwede, Wedde,Zellinghe und Loo sich unter den Schutz und Schirm des münsterischenBischofs gegen eine jährliche Haussteuer stellen.

l0 ) Mitteil. d. hist. Ver. zu Osnabrück. 6. (1860). S. 147 ff.