Capitel 14.
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erfahret und selbst innen werdet, daß es die Wahrheit ist,ichs treulich und hcrtzlich mit euch gcmevnet habe.
Deß setzt er nun Ursache, und spricht: Denn der Va-ter ist grosser, denn ich. Als wollte er sagen: Das sollauch ein grosser Trost seyn, daß ich komme in das grosse Reichmeines Varers, da ich werde regieren, gleich dem Vater, in ewi-ger Herrschaft über alle Crcaturcn :c.
Aber dieser Spruch, wicwol er einfaltig geredet ist, hat müs-sen herhalten den Ketzern, so die Gottbeit Christi leugneten, undhaben sich wol darüber zudehnet. Denn sie liessen damit hartwider die Christen, und sprachen: Da hörest du des Herrn eigenWort, daß er sagt, der Vater sey grösser, denn er. Ist nun derBatcr grösser, so ist ihm ja Christus nicht gleich: darum kann ernicht gleicher, ewiger Gott seyn mit ihm! und thaten grossen,mördlichen Schaden mit diesem Spruch.
Darum muß man mit Fleiß darauf mercken und dabey blei-ben, daß man sehe, wovon Christus redet: so kann man auch dieSprache verstehen, was da heisst, grösser seyn, denn der Vater.Nun siehest du, daß alhier nicht davon gehandelt und geredtwird, wie Christus Gott oder Mensch, oder was seine Natur undWesen sey, ob er demselbigen nach größer oder kleiner sey, dennder Varer; sondern davon sagt er, daß sie nicht erschrecken sollen,daß er von ihnen weg gehet, und setzt diese Worte zur Ursache:denn er gehe zum Vater. Wie reimet sich das dazu, daß sie sol-len unerschrocken seyn? Darum liegt es an dem, was da heisselzum Vater gehen. Nun hcißrs ja nicht, von dein Vater geborenseyn, sondern es heißt, des Vaters Reich einnehmen, darinnen erdem Vater gleich wird, und in derselben Majestät erkannt undgeehret. Darum gehe ich dahin, spricht er, da ich grösser werdeseyn, denn ich jetzt bin, nemlich zum Vater. Denn das Reich,so ich einnehmen soll zur Rechten des Vaters, ist über alles, undes ist besser, daß ich aus der Kleinheit und Schwachheit s darinneer auf Erden ging, da er leiden und sterben mußte,) trete in dieGewalt und Herrschaft, darinne der Vater ist und regieret in derallmachtigen Majestät.
Summa, von seiner Verklarung redet er, das ist von demReiche, dahin er gehet, aus diesem Diensthause, daß er seine gott-liche allmächtige Gewalt und Herrschast, welche er hat mit demVater von Ewigkeit, offendarlich einnehme, welches er jetzt nichtkann thun nach und in seinem knechtlichen Amte, weil er gesandtwar in den Dienst und Demuth, darinne er sich aller seiner gött-
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