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Capitel 14.
So spricht nun Christus- Der Tröster, der Heilige Geist,welchen der Bater senden wird in meinem Namen, der wirds euchalles lehren:e. Da beschreibet er und umzirckelt des HeiligenGeistes Amt, das er führen soll.
Es sind zwey Stücke in diesem Text. Denn Christus sprichrklarlick- Der Heilige Geist, den der Vater senden wird in mei-nem Namen. Item- Er wird euch lehren und erinnern alles,was ich euch gesagt habe. Hier sind die fürnehmsten Worte- inmeinem Namen, und- was ich euch gesagt habe. Der HeiligeGeist, spricht er, soll das Amt haben, daß er soll des HerrnChristi Wort die Christenheit lehren und erinnern, wie er hernachim 15. Capitel, 26. sagt: Er wird zeugen von mir, und im 16.Cap., 14- Er wird mich verklären ?c., nicht also- Er wird derKirche Macht geben, über Gottes Wort zu schliessen und setzen,was sie will. Er hat nicht das Amt, daß er die Taufe, Evange-lium und Sacrament soll andern, oder neue Gesetz und Ordnungmachen; sondern allein mein Wort, meine Ordnung und Gestisst,das soll er handhaben und in euch pflanzen, und euch lehren,was ich gesagt habe.
27. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch;nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.
Das sind die Letzcworte, als deß, der da will hinwegscheiden,und gute Nacht oder den Segen gibt. Das soll mein Valeteseyn (spricht er); ich scheide von bannen und weiß euch nichts zulassen in der Welt; aber mein Testament, und was ich bescheidenlassen will, das sey der Friede. Und setzet zweycrley Wort; ein-mal spricht er- Den Frieden lasse ich euch; zum andern- MeinenFrieden gebe ich euch. Dazu erklaret er die zwey mit einem Zu-satz, daß er spricht- nicht, wie die Welt gibt '.c. Als wollte ersagen: Ich weiß keinen grössern Schatz euch zu lassen, denn daßes euch wohl gehe. Denn niemand hat Friede, es gehe ihm dennwohl, wie es ihm gehen soll. Darum heißt in der EbraischenSprache diß Wörtlcin- Friede, nichts anders denn Wohlergehen.Solches lasse ich nun hinter mir, daß es euch wohl gehe, oderwohl um euch stehe, daß ihr mir nicht könnet nachsagen, daß ickbey euch gelassen habe Unfriede und Unruhe.
Das ist nun ein sehr tröstlich und lieblich Letzewort, daß erihnen laßt nicht Städte und Schlösser, noch Silber und Gold,sondern den Frieden, als den höchsten Schatz im Himmel undErden, daß sie kein Schrecken noch Trauren sollen von ihm ha-ben, sondern rechten schönen, gewünschten Friede im Hertzen,