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10 (1828)
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162
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Capitel 14.

verachten, und dagegen fröhlich und freudig trotzen auf meinenHerrn, der droben bey dem Vater lebt und regieret.

Das werdet ihr lernen (spricht er hier) an dem Tage, wennich nun auferstehen und »erkläret werde, daß ihr deß gewiß seynund keinen Zweifel haben werdet, daß ich vom Vater gesandt,und alles, so ich rede, thue und leide, in dem Vater sey, also,daß es heißt, Gott rede, thue und leide solches selbst- damit nie-mand dürfte weiter gaffen gen Himmel, oder auch auf Erdenanderswo etwas suchen, als zur Seligkeit nöthig, wie man bis-her ausser mir gethan und allzeit thut, da einer daher, der an-dere dorthin gelauffcn ist, daß er Gott ergreisse und erlanget?,und haben sich unterstanden, den Vater zu versöhnen durch ihreigen Werck und Heiligkeit, aber doch nichts ausgerichtet haben,ohne daß sie sich nur zertheilet und zutrennet haben in unzähligeAberglauben und vergehliche Gottesdienste, und sich lassen führenallerley wilde Wege und Lehre, wie man zu Gott kommen soll,und doch des rechten Weges gantz und gar gefehlet. Denn alsoschleußt hier Gott selbst durch den Mund seines lieben Sohnes-Das müsset ihr lernen, daß ich im Vater, und der Vater in mirist. Da stehets und steckts, soll jemand den Vater treffen undzu mir kommen; sonst ist kein Weg noch Mittel, wie er droben(V. 6.) auch deutlich und klar genug gesagt hat. Aber jetzt kön-net ihr solches noch nicht verstehen noch erkennen, ihr seyd nochzu schwach dazu. Doch predige ichs euch zuvor, und der HeiligeGeist wirds euch (nachdem ich nun verklaret werde,) lehren, daßihrs verstehet und erfahren werdet.

Siehe, also mußt du diesen Spruch verstehen, da er spricht -Ihr werdet erkennen, daß ich im Vater, und der Vater in mirist; das ist, ihr müsset nicht allein ansehen mein Fleisch undBlut, (welches ihr schon jetzt sehet, gleichwie es die Juden auchsehen,) oder meine Substantz und Wesen, daß ich bin Gott undMensch, sondern, was ich rede, thue und schasse, oder, was meinAmt ist, und warum ich da bin. Wenn ihr solches ansehet, sosehet und höret ihr, daß ich zu euch rede vom Vater eitel Trost,Liebe, Gnade und Barmhertziqkeit, und dazu mit der That sol-ches beweise, weil ich für euch sterbe und auferstehe. So ihr sol-ches an mir sehet, so sehet ihr den Vater in mir und mich indem Vater. Denn diß ist eigentlich des Vaters Meynung, Hertzund Wille.

21. Wer meine Gebote hat und halt sie, der ists, der michliebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem