3. Lob der Huld der Mathematik.
Bahncnlcnkcrinn du der Myriade» rollender Welten,
An dein Unendlichen selbst bestimmend Gesetz und Ver-hältniß !
Würdigest dennoch des Beistands auch uns bei des Ta-ges Geschäfte;
Hilfst uns tragen die Sorge, die Last erschlcppen des
Lebens.
Du lehrst uns messen und ordnen die Frist des irdi-schen Daseyns;
Lehrest den irdischen Standpunkt unS lesen am Him-
melsgezclte.
Wenn zwischen Himmel und Wasser dem Ziele zu eilen
die Segel;
Du lehrst uns bauen, wie's fest ist und zierlich; des
Pflugs uns bedienen;
Fügen das Räderwerk; wagen die Waare; prägen die
Münze;
Drdnen des Handels Geschäft; und stützen die Macht
des Kredites.
4. Lob der Kraft der Mathematik.
Wie du es aussprichst, muß es sich fügen,
Das von der Zeit und dem Raum wird umschlossen.
So, nach dem Wort', in den Tagen des Werdens,
Mußten sich trennen Gewässer und Feste,
Tagsiundcn theilen die ewige Nacht,
Blinkend' Gestirne sich reihen zur Wölbe.