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Naturforschung, sind eigentlich ein zum KunstwerkErhobenes, ein als harmonisches Ganzes, undhiedurch den ästhetischen Sinn Befriedigendes,Jdealistrtes, konstrnirt aus dem in seiner Geschie-denheit erfaßten Gcwirre der unserm Wissen vor-schwebenden Naturgesehe; — eigentlich: Eine Ly-rik der Gesammtheit unserer Erkenntnisseam Naturleben; eine esoterische Poesie,—nur dem in Naturwissenschaft Eingeweihten ver-ständlich P.
Wenn wir, Ideen mit einander in Rapportsehend, ein Urtheil fällen; so ist, bei solchem Akte,allemal die Kombination unsers dreifachen Grund-gefühles für Wahres, Schönes und Guteskhätig. Je nachdem nun das i ste prädominirt, oderaber das 2te und zte vorherrschen, ist unser gefäll-ter Aussprnch ein Wissen, ein evident erfaß-ter Sah, oder aber ein bloßes Meinen, einAhnen, Glauben. Bei hohem Grade des Ve-
Außerhalb Tcntschland liegt der Sinn für solche In/tcrpretationSwcife des Naturwaltens noch im tiefstenSchlummer; vielleicht daß das eifrige Studium dervergleichenden Anatomie in Frankreich, jenen Sinnin diesem Lande cinstmalen weckt. Die Griechen undRömer ahnctcn nichts davon; wohl aber der Orient,von welchem Manches auf jene InterprctationsweifeBezügliche vlaw geschöpft haben mochte.