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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Der Neigen beginnt und Herr Olaf erfasst«Sein junges Weib, und mit wilder HastSie tanzen bei FackelglanzDen letzten Tanz —

Der Henker steht vor der Thüre.

Die Geigen geben so lustigen Klang,Die Flöten seufzen so traurig und bang!Wer die Beiden tanzen sieht,

Dem erbebt das Gemüth —

Der Henker steht vor der Thüre.

Und wie sie tanzen im dröhnenden Saal,Herr Olaf flüstert" zu seinem Gemahl:„Du weißt nicht, wie lieb ich dich Hab' —So kalt ist das Grab" —

Der Henker steht vor der Thüre.

III.

Herr Olaf, es ist Mitternacht,

Dein Leben ist verflossen!

Du hattest eines Fürstenkinds '

In freier Lust genossen.

Die Mönche murmeln das Todtcngebet,Der Mann im rothen Rocke,

Gr steht mit seinem blanken BeilSchon vor dem schwarzen Blocke.