Ich breche Rosen, ich breche Nelken,Zerstreuten Sinnes nnd kummervoll;Ich weiß nicht, wem ich sie geben soll —Mein Herz nnd die Blumen verwelken.
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Gcsanglos war ich nnd beklommenSo lange Zeit — nun dicht' ich wieder;Wie Thräncn, die uns Plötzlich kommen,So kommen plötzlich auch die Lieder.
Melodisch kann ich wieder klagenVon großem Lieben, größerm Leiden,Von Herzen, die sich schlecht vertragen,Und dennoch brechen, wenn sie scheiden.
Manchmal ist mir, als fühlt' ich wehenÜber dem Haupt die deutschen Eichen —Sie flüstern gar von Wiedersehen —Das sind nur Träume — sie verbleichen.
Manchmal ist mir, als hört' ich singenDie alten deutschen Nachtigallen —Wie mich die Töne saust umschlingen! —Das sind nur Träume — sie verhallen.
Wo sind die Rosen, deren Liebe- Mich einst beglückt? — All ihre BlüthcIst längst verwelkt! — Gespenstisch trübeSpukt noch ihr Duft mir im Gemüthc.
') Morncnl'latt. Nr. 123. vom 23. Mrii I83S.