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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
Entstehung
Seite
87
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Lclsmgrgmd, Almansor, mall aad ölalend, und die ahnmächligc Zuleimalragcnd, erlilimml den höchllcu dessen.

Almansor.

O, hilf mir, Allah, bin so mild und matt.

Hab' mir zurückgeholt mein weißes Reh,

Inst als des Jägers Hand es schlachten wollte.

<Er setzt sich auf des Felsens Spitze, und hält Zuleima auf dem Schöße.)Ich bin der arme Mödschnun, und ich sitzeAns meinem Felsen, spiel' mit meinem Reh,

Denn in ein Reh verwandelte sich Lcila,

Und sah mich an mit freundlich klaren Augen.

Jetzt sind die Äuglein zu, mein Nehlcin schläft.

Still! still! Du Zeisig, zwitschre nicht so schmetternd.Du Käfer, summe leiser. Liebes Lüftlein,

Durchraschlc nicht so laut die Blätter, — stille!Ein Wiegenlied will ich dir singen. Stille!

(Er wiegt Zuleima im Schöße und singt.)

Die Sonne wirft ihr Nachtkleid um,Gar rosenroth und schön;'

Die Vöglcin werden still und stumm,

Sie wolln zu Bette gchn.

Schlafe, mein Rehlein, auch du!

Mein Mehlem schläft, recht hübsch; doch gar zu lang.Die schmachtend süßen, licbcklaren Äuglein