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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
Entstehung
Seite
80
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In dcin Becken schwiinmen Jtoscn,Rosen von der schönsten Farbe;Das ist Blut der besten Ritter,Die geleuchtet in Granada.

Aly.

Ein traurig Lied. Es ist zu melancholisch.Gebt uns ein lustig Hvchzcitlicd, recht lustig!

Der Harfenspieler <stngt>.

Es war mal ein Ritter, trübselig und stummMit hohlen, schneeweißen Wangen;

Er schwankte und schlenderte schlotternd herum,In dumpfen Träumen befangen.

Er war so hölzern und täppisch und links,Die Blümlein und Mägdlein, die kicherten rings,Wenn er stolpernd vorbeigegangen.

Oft saß er im finstersten Winkel zu Hans;Er hat sich vor Menschen verkrochen.Da streckte er sehnend die Arme aus,

Doch hat er kein Wörtlcin gesprochen.Kam aber die Mittcrnachtstundc heran,Ein seltsames Singen und Klingen begann,An die Thürc da hört er es pochen.

Da kommt seine Liebste geschlichen hereinIm rauschenden Wcllenschaumkleide.Sie blüht und glüht, wie ein Rösclcin,Ihr Schleier ist eitel Geschmeide.Goldlacken umspielen die schlanke Gestalt,Die Äuglein grüßen mit süßer Gewalt —In die Arme sinken sich Beide.