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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Nach Alh'S Schloß, wir nngcladne Gäste.

Du nimmst dir deine Braut, und bringst sie mitNach unscrm Schiff, das an der Küste liegt/Znlcima's Liebe wird schon wiederkommen.

A l m a n s o r.

Ha, ha, ha! Liebe! Liebe! Fades Wort,

Das einst mit schläfrig halbgcschlossncn Augen

Ein Engel gähnend sprach. Er gähnte wieder,

Und eine Welt von Narren, Alt und Jung,

Hat gähnend nachgclallct: Liebe! Liebe!

Nein, nein! ich bin kein schmächt'ger Zcphyr mehr,

Der schmeichelnd fächelt eines Mädchens Wange;

Ich bin der Rordsturm, der ihr Haar zerzaust,

Und rasend mit sich reißt die scheue Braut.

Ich bin kein süßes Weihrauchdüftchen mehr,

Das einer Jungfrau Nase zärtlich kitzelt;

Ich bin der Gifthauch, der sie dumpf betäubt

Und schwelgend dringt in alle ihre Sinne.

Ich bin das Lamm nicht mehr, das fromm und mild

Sich hinschmicgt zu den Füßen seiner Schäsrin;

Ich bin de.r Tiger, der sie wild umkrallt

Und wollnstbrüllend ihren Leib zerfleischt.

Znlcima's Leib ist's, was ich jetzt verlange;

Ich will ein glücklich Thier sein, ja, ein Thier;

Und in des Sinnenrauschcs Taumel will ich

Vergessen, dass es einen Himmel gicbt.

(Ergreift hastig Hassan's Hand.)

Ich bleibe bei dir, Hassan! ja, wir wollenAns wilder See ein Instig Reich begründen.