Dein schlimmstes Gift, dn Schlangcnkönigiu!
Bon diesem Gifthauch welken rings die Blnmcn,Des Springborns Wasser wandelt sich in Blut,
Und todt fällt aus der Lnft herab der Vogel.
So hast dn mich hincingcsnngcn, Falsche,
In jene Folterkammer, die du Kirch' nennst,'
Und kreuzigst mich an deines Gottes Kreuz,
Und ziehst geschäftig an den Glockcnsträngeu,'
Und spielst die Orgel, um zu übertäubenMein lautes Ren- und Angstgcbct zu Allah!
So hast dn mich gelockt, du schlimme Fee,
In deinen Muschclwagcn mit den Täubchcn,
Hast mich hinaufgclockt bis in die Wolken/'
Um jählings mich von dort hcrabzuschlcudern/
Ich höre fallend noch dein Spottgclächtcr,
Ich sehe fallend, wie dein ZaubcrwagenZu einem Sarge wird mit Fcncrrädern,
Wie deine Tauben sich in Drachen wandeln,'
Wie du sie lenkst am schwarzen Schlangcnzügel/Und grausen Fluch hinuntcrbrüllend stürz' ichHinab, hinab bis in den Schlund der Hölle,
Und Teufel selbst erschrecken und erbleichenBei meinem Wahnsinnflnch und Wahnsinnanblick.
Fort! fort von hier! Ich weiß noch einen Fluch,
Spräch' ich ihn ans, müsst' Eblis selbst erblassen,Die Sonne müsst' erschrocken rückwärts eilen,
Die Tobten kröchen zitternd aus den Gräbern,Und Mensch und Thier und Bäume würden Stein.
(Stürzt fort.)
lZuleima, die bis jetzt verhüllt und unbeweglich stand, wirft sich nieder vor dem Christusbilde. Ein Kirchenlied singend, ziehen Mönchmit Kirchenfahncn und Heiligenbildern in Procession vorüber.)