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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
Entstehung
Seite
53
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A lm a n s o r (heiter lächelnd!.Sag mir, mein Liebchen, welche Blume ist es,

>) Z°d/iri" s -z Iiis, sprich,.

Dass meines Vaters Blick dich nimmer treffe/

Ich seh' dich in Gefahr, und es erwachen ^

All' die Gefühle, die mich einst bewegten,

Als wir nach Braut und Bränt'gam kindisch spielten

Als du den morschen Apfelbaum erklettert,

Als ich dich weinend und mit bangen Bitten

Herunterlackte von der schlimmen Höh'.

(Sinnend!

„Todt ist^ Almansor," sagten böse Leute,

Und böser Kunde glaubte böses Herz,

Und Braut des fremden Mannes ward Zuleima!Ich will dich lieben, wie man liebt den Bruder, —Sei mir ein Bruder, lieblicher Almansor!

(Sie ficht znr Erde nnd seufzt:!

Almansor!

Almansor

(ist unterdessen hinter Znleima erschienen, naht sich Derselben nnbe-merlt, legt beide Hände auf ihre Schulter, nnd lächelnd seufzt er imselben Tone:!

Znleima!

Zuleima

(dreht sich erschrocken um, und betrachtet ihn lange!.

Du hast dich viel verändert, mein Almansor.

Du siehst fast aus wie'n starker Manu, doch hast du 'Die wilden Knabensitteu nicht vergessen,

Und störst mich wieder, eben so wie sonst,

Wenn ich mit meinen Blumen heimlich spreche/