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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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Geh nicht nach Aly's Schloss; du bist verloren,

Wenn man in dir Almansorn wiedersieht!

Almansor.

Besorge Nichts; denn Niemand kennt mich mehr.Mein Antlitz trägt des Grames tiefe Furchen,

Getrübt von salz'gcn Thräncn ist mein Aug',Nachtwandlerartig ist mein schwanker Gang,Gebrochen, wie mein Herz, ist meine Stimme —Wer sucht in mir den blühenden Almansor?Ja, Hassan, ja, ich liebe Aly's Tochter!

Nur einmal noch will ich sie schann, die Holde!Und Hab' ich mich noch einmal süß berauschtIm Anblick ihrer lieblichen Gestalt,

In ihre Augen meine Seel' getaucht,

Und schwelgend eingehaucht den süßen Odem:

Dann geh' ich wieder nach Arabiens Wüste,

Und setze mich auf jenen steilen Felsen,Wo Mödschnun saß und Leila's Namen seufzte! —Drum sei nur ohne Sorge, alter Hassan!Im span'schen Mantel geh' ich unbemerktUnd unerkannnt, im ganzen Schloss herum,Und meine Bnndsgenossin ist die Nacht.

Hassan.

Trau nicht der Nacht, sie birgt im schwarzen MantelViel' arge Fratzenbilder, Molch' und Schlangen,Und wirft sie heimlich hin vor deine Füße.

Trau ihrem bleichen Buhlen nicht, der drobenLiebäugelnd ans den Wolken niederblinzelt,Und hämisch bald, mit schrägen, fahlen Lichtern,Die Schreckgestalten deines Wegs beflimmert.

Trau nimmer ihrer Bastardbrnt dort oben,Den goldnen Kindlein, die so munter funkeln,