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16 (1862) Dichtungen : Th. 2, Tragödien und neue Gedichte
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18
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O, Fluch der Nacht, wo diese WeibcrarglistMit Männerhabsucht süß gebuhlt! O, FluchDer Nacht, wo das Verderben von GranadaIn solcher Gluthumarmung ward bcrathcu!

O, Fluch der Nacht, wo einst ins Brautbett stiegDon Ferdinand zu Donna Jsabclla!

Wo solches Paar der Zwietracht Funken schürt,Da flackert bald in Flammen ans das Haus.

Nicht durch den Speer des kräftigen Lconcrs,

Nicht durch des stolzen Arragoniers Lanze,

Nicht durch das Schwert kastil'scher Ritterschaft, —Nur durch Granada selber fiel Granada!

Wenn der Erzeuger meuchelt seine Kinder,Die wehrlos eignen Kinder in der Wiege,

Und wenn der Sohn die frevelhafte RechteEntgegenballt dem heil'gen Haupt des Vaters,Und wenn der Bruder auf des Bruders LeicheDes Thrones blut'ge Stufen frech erklimmt,Und wenn des Reiches pflichtvcrgcssne GroßenEhrlos der Fahne ihres Erbfeinds folgen:

Dann fliehn mit schamvcrhiilltcn AngesichternDie Engel, die der Hauptstadt Thorr hüten,Und siegreich ziehen ein der Feinde Scharen.

A l m a n s o r.

Ich denke noch des unheilschwangern Tags;

Ich stand am Thor des Schlosses unten, PlötzlichSprengt rasch einher auf schwarzem Ross ein Reiter.Wild und verstörten Blicks und athcmlosFragt er nach Vater. Schnell die Trepp' hinauf, —Und in des Vaters offne Arme sank er.

Da sah ich erst, es war der gute Alh —

Der gute Alh!

Hassan lbittcr).