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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
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351
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Wie'n bäumendes Schlachtross, stellt es sich jetzt

Auf das Hinterthcil, dass das Steuer kracht,

Jetzt stürzt es kopfüber wieder hiuab

In den heulenden Wasserschlund,

Daun wieder, wie sorglos licbcmatt,

Denkt es sich hinzulegen

An den schwarzen Busen der Riesenwelle,

Die mächtig heranbraust,

Und Plötzlich, ein wüster Mcerwasserfall,

In weißem Gckräusel zusammenstürzt

Und mich selbst mit Schaum bedeckr.

Dieses Schwanken und Schweben und SchaukelnIst unerträglich!

Vergebens späht mein Auge und suchtDie deutsche Küste. Doch, ach! nur Wasser,Und abermals Wasser, bewegtes Wasser!

Wie der Wintcrwandrer des Abends sich sehntNach einer warmen, innigen Tasse Thcc,

So sehnt sich jetzt mein Herz nach dir,

Mein deutsches Vaterland!

Mag immerhin dein süßer Boden bedeckt seinMit Wahnsinn, Husaren, schlechten VersenUnd laulig dünnen-Traklätchcn;'

Mögen immerhin deine ZebrasMit Rosen sich mästen, statt mit Disteln:

Mögen immerhin deine noblen AffenIn müßigem Putz sich vornehm spreizen,

Und sich besser dünken, als all das andreBanausisch schwcrhinwandclndc Hornvieh;Mag immerhin deine Schucckenvcrsammtnng