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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Aber im Traume steht er vor ihr,

Sie bittet und weint und küsst seine Hände,

Und ruft seinen Namen,

Und rufend erwacht sie und liegt erschrocken,

Und reibt sich verwundert die schönen Augen —

Sie liebt ihn, sie liebt ihn!"

An den Mastbanm gelehnt, ans dem hohen Verdeck,Stand ich und hört' ich des Vogels Gesang.Wie schwarzgrünc Rosse mit silbernen Mähnen,Sprangen die weißgekräuseltcn Wellen;Wie Schwancnziige schifften vorüberMit schimmernden Segeln die Hclgolander,

Die kecken Nomaden der Nordsee!

Über mir, in dem ewigen Blau,

Flatterte ' weißes GewölkUnd prangte die ewige Sonne,

Die Rose des Himmels, die fcucrbliihcndc,Die freudvoll im Meer sich bespiegelte; —Und Himmel und Meer und mein eigenes Herz^Ertönten im Rachhall:

„Sie liebt ihn! sie liebt ihn!"