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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
295
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Schwillt mein Herz, und ganz von HerzenGlaub' ich an den heil'gen Geist.

Dieser that die größten Wunder,Und viel größrc thut er noch;Er zerbrach die Zwinghcrrnburgcn,Und zerbrach des Knechtes Joch.

Alte Todeswunden heilt er,Und erneut das alte Recht:Alle Menschen, gleichgcborcn,Sind ein adliges Geschlecht.

Er verscheucht die bösen NebelUnd das dunkle Hirngespinst,Das uns Lieb' und Lust verleidet,Tag und Nacht uns angegrinst.

Tausend Ritter, wohlgewappnet,Hat der heil'gc Geist crwäkstt,Seineu Willen zu erfüllen;

Und er hat sie mnthbescclt.

Ihre thcurcn Schwerter blitzen,Ihre guten Banner Wehn!

Ei, du möchtest wohl, mein Kindchen,Solche stolze Ritter sehn?

Nun, so schau mich an, mein Kindchen,Küsse mich, und schaue dreist;

Denn ich selber bin ein solcherRitter von dem heil'gen Geist.