Plötzlich schweigt die liebe Kleine,Wie vom eignen Wort erschreckt,
Und sie hat mit beiden HändchenIhre Äugclcin bedeckt.
Lauter rauscht die Tanne drangen,Und das Spinnrad schnurrt und brummt/Und die Zither klingt dazwischen,
Und die alte Weise summt:
„Furcht dich uicht, du liebes Kiudcheu,Vor der bösen Geister Macht!
Tag und Nacht, du liebes Kindchen,
Halten Englcin bei dir Wacht!"
2.
Tannenbaum, mit grünen Fingern,Pocht ans niedre Fcnsterlein,
Und der Mond, der stille Lauscher,Wirft sein goldncs Licht herein.'
Vater, Mutter schnarchen leiseIn dem nahen Schlafgcmach;
Doch wir Beide, selig schwatzend,Halten uns einander wach.
„Dass du gar zu oft gebetet,Das zu glauben wird mir schwer,Jenes Zucken deiner LippenKommt wohl nicht vom Beten her.