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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Da steht auch ein Mensch und starrt in die. Höhe,Und ringt die Hände vor SchmcrzenSgewalt;Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe —Der Mond zeigt mir ineine eigne Gestalt.

Du Doppclgänger,' du bleicher Geselle!Was äffst'' du nach mein Licbesleid,

Das mich gequält ans dieser StelleSo manche Nacht in alter Zeit?

24.*

Wie kannst du ruhig schlafen,

Und weißt, ich lebe noch?

Der alte Zorn kommt wieder,

Und dann zerbrech' ich mein Joch.

Kennst du das alte Liebchen:

Wie einst ein todter Knab'

Um Mitternacht die GeliebteZu sich geholt ins Grab?

Glaub' mir, du wunderschönes,Du wnndcrholdes Kind,

Ich lebe und bin noch stärker,

Als alle Todten sind!

1) Du Doppeltgänger, I *) Zuerst abgedruckt im „Gesellschafter,"

2) Was äffest j 49. Blatt, vom 26. März 1824.