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Ein Traum war über mich gekommen;Mir war, als sei ich noch ein Kind/Und säße still beim LämpchcnscheineIn Mnttcrs frommem^ Kämmcrleine,Und läse Märchen, wundcrfcinc,
Derweilen draußen Nacht und Wind.
Die Märchen fangen an zu leben,Die Ritter steigen aus der Gruft;Bei Ronzisval da giebt's ein Streiten,Da kommt Herr Roland hcrzurcitcn,
Biel' kühne Degen ihn begleiten,
Auch leider Ganclon, der Schuft.
Durch Den wird Roland schlimm gebettet,Er schwimmt in Blut, und athmet kaum;Kaum mochte fern sein ZagdhornzeichenDas Ohr des großen Karl's erreichen,Da muss der Ritter schon erbleichen, —Und mit ihm stirbt zugleich mein Traum.
Das war ein lautvcrworrnes Schallen,Das mich aus meinen Träumen rief.Verklungen war jetzt die Legende,
Die Leute schlugen in die HändeUnd riefen „Bravo!" ohne Ende;Die Sängerin verneigt sich tief.