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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
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„„Lass mich, lass mich! Don Ramiro!""Wimmcrt's immer im GeWoge.Don Ramiro stets erwidert:""

„Sprachest ja, ich sollte kommen!"

„„Nun, so geh, in Gottes Namen!""Clara rief's mit fester Stimme,

Und dies Wort war kaum gesprochen,"Und verschwunden war Ramiro.

Clara starret, Tod im Antlitz,Kaltumflirret, nachtumwobcn;

Ohnmacht hat das lichte BildnisIn ihr dunkles Reich gezogen.

Endlich weicht der Nebelschlummer,Endlich schlägt sie auf die Wimper;

Aber Staunen will aufs NeueIhre holden Augen schließen.

Denn derweil der Tanz begonnen,War sie nicht vom Sitz gewichen,

Und sie sitzt noch bei dem Bräut'gam,""Und der Ritter sorgsam bittet:

„Sprich, was bleichet deine Wangen?Warum wird dein Aug so dunkel? —"„„Und Ramiro? — —"" stottert Clara,""Und Entsetzen lähmt die Zunge.