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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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Inmitten'" in dem BlumenlandEin klarer Marmorbrnnnen" stand;Da schaut' ich eine schöne Maid,Die emsig wusch ein weißes Kleid.

Die Wnnglcin süß'", die Äuglein mild,Ein blondgelocktes Hcil'gcnbild; '"

Und wie ich schau', die Maid ich fandSo fremd und doch so wohlbekannt.

Die schöne Maid, die sputet sich,Sie summt ein Lied gar wunderlich:"

Rinne, rinne Wässcrlcin,

Wasche mir das Linnen rein!"'"

Ich ging und nahete mich ihr,'"Und flüsterte:'" O sage mir,Du wunderschöne, süße Maid,

Für wen ist dieses weiße Kleid?'"

Da sprach sie schnell:Sei bald bereit,Ich wasche dir dein Todtcnklcid!"

Und als sie Dies gesprochen kaum,Zerfloss das ganze Bild wie Schaum.

Und fortgezaubcrt stand ich baldIn einem düstern, wilden Wald.""

11) Marmorbronncn

12) Die Wangen bleich.

>2) <5jn wundersames Himmclsbild I

2") Anstarrte mich ein wilder Wald;'Gar schauerlich war's drin und kalt.

Schn-ll -rtgij.iubm ic. n. a. n. l.