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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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erziehen, und nicht mehr jenen hochgeborenen Prinzen-Hofmeistern überlassen, die sie zu den Zwecken ihrerKaste erziehen und an Leib und Seele verstümmeln.Richts ist den Völkern gefährlicher, als jene frühellmjnnkcrung der Kronprinzen. Der beste Bürgerwerde Prinzcnerziehcr durch die Wahl des Volks,und wer verrufenen Leumunds ist oder nur imgeringsten bescholtcn, werde gesetzlich entfernt vonder Person des jungen Fürsten. Drängt er sichdennoch hinzu, mit jener unverschämten Zudring-lichkeit, die dem Adel in solchen Fällen eigen ist,so werde er gestäupt, ans dem Marktplatz, nachden schönsten Rhythmen, und mit rothcm Eisenwerde ihm das Metrum aufs Schulterblatt gedruckt.Wenn er etwa behauptet, er habe sich an diePerson des jungen Fürsten gedrängt, um für geist-reich und witzig gehalten zu werden, und wenn ereinen dicken Bauch hat, wie Sir John, so setzeman ihn bloß ins Zuchthaus, aber wo die Wei-ber sitzen.

Indessen, es gicbt auch weiße Raben.

Ich werde, wie ich schon in der Vorrede zuKahldorf's Briefen an den Grafen Moltke") ange-

") Diese Vorrede findet sich in Bd. XII der vorlie-genden Ausgabe.

Der Herausgeber.

H e in c's Werte. Bd. VIII. 18