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schlugen, bis er todt war. Er war ganz nackt undblutrünstig zerschlagen und zerquetscht; nicht blaßdie Kleider, sondern auch die Haare, die Scham,die Lippen und die Nase waren ihm abgerissen, undein wüster Mensch band dem Leichname einen Strickum die Füße, und schleifte ihn damit durch dieStraße, während er beständig schrie: Voiln Is(Molöra-morlzns! Ein wunderschönes, wuthblasscsWeibsbild mit entblößten Brüsten und blntbcdccktcnHänden stand dabei und gab dem Leichname, alser ihr nahe kam, noch einen Tritt mit dem Fuße.Sic lachte und bat mich, ihrem zärtlichen Hand-werke einige Francs zu zollen, damit sie sich dafürein schwarzes Traucrkleid kaufe; denn ihre Muttersei vor einigen Stunden gestorben, an Gift.
Des andern Tags ergab sich aus den öffent-lichen Blättern, dass die unglücklichen Menschen,die man so grausam ermordet hatte, ganz unschul-dig gewesen, dass die verdächtigen Pulver, die manbei ihnen gefunden, entweder ans Knmpher oderChlorüre oder sonstigen Schutzmitteln gegen dieCholera bestanden, und dass die vorgeblich Vergif-teten ganz natürlich an der herrschenden Seuche ge-storben waren. Das hiesige Volk, das, wie dasVolk überall, rasch in Leidenschaft gcrathcnd, zuGreueln verleitet werden kann, kehrt jedoch eben so
Heine's Werke. Bd. VIII. 12
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