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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
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den. Wenn er auch mit dem Geiste die Dinge nichtdurchschaut, so scheint er sie doch instinktartig zuahnen; die thicrische Natur, so zu sagen der Leib,scheint von trüber Vorahnung befangen zu sein,und daher offenbart sich eine gewisse Melancholiein seinem äußern Wesen. Trübsam träumerisch lässter zuweilen daS schmale längliche Haupt von demlangen Halse herabhängen. Der Gang ist schläfrigund hinzögernd, wie der eines Menschen, der immernoch zu früh zu kommen glaubt. Seine Sprache istschleppend oder in kurzen Lauten abgebrochen, wieim Halbschlnmmer. Hierin liegt jene angedeuteteMelancholie, oder vielmehr die melancholische Sig-natur der Zukunft/Übrigens hat sein Äußeres etwasschlicht Bürgerliches. Diese Eigenschaft tritt viel-leicht um so bedeutender hervor, da man bei seinemBruder, dem Herzog von Nemours, das Gcgentheilzu bemerken glaubt. Dieser ist ein hübscher, sehrgescheiter Junge; schlank, aber nicht groß; äußerstzart gebaut; Weißes nettes Gcsichtchcn; geistreichleicht hingeworfener Blick; etwas bourbonisch ge-bogene Nase; ein feiner Blondin von einem alt-adligen Ansehen. Es sind nicht die anmaßendenZüge eines hannövrischcn Krautjunkers, sonderneine gewisse Vornehmheit des Erscheinens und desGchabcns, wie sie nur unter dem gebildetsten hohen