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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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blasser, röchelnder Mensch, von welchem die um-stehenden Gaffer behaupteten, er sterbe vor Hun-ger. Mein Begleiter aber versichert mir, dass dieserMensch alle Tage auf einer andern Straße vor Hun-ger sterbe, und dass er davon lebe, indem ihn näm-lich die Karlistcn dafür bezahlten, durch solchesSchauspiel das Volk gegen die Regierung zu ver-hetzen. Dieses Handwerk mnss jedoch schlecht bezahltwerden, da Viele dabei wirklich vor Hunger sterben.Es ist eine eigene Sache mit dem Verhungern; manwürde hier täglich viele tausend Menschen in die-sem Zustand sehen, wenn sie es nur längere Zeitdarin aushalten könnten. So aber, gewöhnlich nachdrei Tagen, welche ohne Nahrung verbracht wor-den, sterben die armen Hungerleider, Einer nachdem Andern, und sie werden still eingescharrt, undman bemerkt sie kaum.

Sehen Sic, wie glücklich das Volk ist, be-merkte mein Begleiter, indem er mir die vielenWagen voll Masken zeigte, die laut jubelten unddie lustigsten Narretheien trieben. Die Boulevardsgewährten wirklich einen überaus ergötzlich buntenAnblick, und ich dachte an das alte Sprichwort:Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt,dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Bou-levards von Paris. Nur wollte es mich bcdttnkcn,