Druckschrift 
8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
131
Einzelbild herunterladen
 

131

vergessen, und von dort aus eroberte man Algier.Diese Eroberung soll, damit die Dcmüthigung voll-ständig sei, jetzt aufgegeben werden. Diesen letztenFetzen von Frankreichs Ehre opfert man dem Trug-bildc einer Alliance mit England^). Als ob die ima-ginäre Hoffnung derselben nicht schon genug ge-kostet habe! Dieser Alliance halber werden sich dieFranzosen auch auf der Citadellc von Ancona bla-mieren müssen, wie auf den Ebenen von Belgienund unter den Mauern von Lissabon. sWenn erstLord Grey fällt, dann werden die Engländer nochmehr fordern; aber dann fällt auch Casimir Pericr.Beide erhalten sich nur durch ihre gegenseitige Fnll-kraft, ungefähr wie zwei Betrunkene, die aufrechtbleiben, weil sie beständig gegen einander fnllcn.j

Im Innern sind die Bccngnisse und Zerrissen-heiten nachgerade so unleidlich geworden, dass so-gar ein Deutscher die Geduld verlieren könnte. DieFranzosen gleichen jetzt jenen Verdammten in Dan-tc's Hölle, denen ihr dcrmnliger Zustand so uner-träglich geworden, dass sie nur diesem entzogen zuwerden wünschen, und sollten sie auch dadurch ineinen noch schlechtem Zustand gcrathcn. So er-

*') Der Schlaft dieses Absatzes fehlt in den französischenAusgaben.

Der Heransgeber.

9«