so körperlich ungestüm war wie jetzt; ich las damalsnur seine Reden, die, ein Muster von Haltung undWürde, auch zugleich so ruhig und besonnen waren,dass ich ihn für einen ganz alten Mann hielt. Indiesen Reden herrschte die strengste Logik, es wardarin etwas Starres, starre Vernunstgründc nebeneinander grad ausgerichtet, gleich unzerbrcchbar eiser-nen Stangen, und dahinter lauschte manchmal eineleise Wehmuth, wie eine blasse Nonne hinter klö-sterlichem Sprachgittcr. Die starren Vernunstgründc,die eisernen Stangen sind in seinen Reden geblie-ben, aber jetzt schaut man dahinter nur einen un-mächtigcn Zorn, der wie ein wildes Thier hin undher springt.
Viele der neuesten Reden Pcricr'S, welche Ge-setzentwürfe besprechen, wie z. B. über die Pairie,sind nicht von ihm selbst abgefasst; zu solchen großenAusarbeitungen fehlt es dem Minister an Zeit. Ermuss jetzt täglich reizbarer, kleinlicher und leiden-schaftlicher in seinen eigenen Reden werden, je be-denklicher, würdeloser und unedler das System ist,das er zu vcrthcidigcn hat*). Was ihm in der
Der Schluss dieses und der Anfang des folgendenAbsatzes bis zu den Worten: „Ist es der Geist der Satire ic,"fehlt in den französischen Ausgaben.
Der Heransgeber