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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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leyrand scheint zugleich Spinne und Fliege zu sein.Ist der alte Diplomat nicht mehr so schlau wieweiland, als er, ein zweiter HephaistoS, den gewal-tigen Kricgsgott selbst in seinem fcingcschmicdctenNetzwerk gefangen? Oder erging's ihm diesmal wiedem überklugen Meister Merlin, der sich in demeigenen Zauber verstrickt, und wortgcfessclt undselbstgcbannt im Grabe liegt? Aber warum hatmau eben Herrn von Talleyrand auf einen Postengestellt, der für die Interessen der Juliusrcvolutionder wichtigste, und wo vielmehr die unbeugsameGradheit eines unbescholtenen Bürgers nöthig war?Ich will damit nicht ausdrücklich sagen, der alteglatte ehemalige Bischof von Autun sei nicht ehr-lich. Im Gegcnthcil, den Eid, den er jetzt geschwo-ren hat, den Hütt er gewiss; denn er ist der drei-zehnte. Wir haben freilich keine andere Garantieseiner Ehrlichkeit, aber sie ist hinreichend; dennnoch nie hat ein ehrlicher Mann zum dreizehntenMal seinen Eid gebrochen. Außerdem versichert man,dass Ludwig Philipp in der Abschiedsaudienz nochans Vorsorge zu ihm gesagt habe:Herr von Tal-leyrand, was man Ihnen auch bieten mag, ich gebeIhnen immer das Doppelte." Indessen, bei treulosenMenschen gäbe Das dennoch keine Sicherheit; denn imCharakter der Treulosigkeit liegt es, dass sie sich