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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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sieht aus wie ein Garten, wo man alle schönstenBlumen gepflückt hat, um sie zu einem Straußezu verbinden, und dieser Strauß heißt Paris. Esist wahr, er duftet jetzt nicht mehr so gewaltig, wienach jenen Blüthctagcn des Julius, als die Völkervou diescin Duste betäubt wurden. Er ist jedochnoch immer schön genug, um bräutlich zu prangenan dem Busen Europa's. Paris ist nicht bloß dieHauptstadt von Frankreich, sondern der ganzen civi-lisicrtcn Welt, und ist ein Sammelplatz ihrer gei-stigen Notabilitäten. Versammelt ist hier Alles, wasgroß ist durch Liebe oder Hass, durch Fühlen oderDenken, durch Wissen oder Können, durch Glückoder Unglück, durch Zukunft oder Vergangenheit.Betrachtet man den Verein von berühmten oderausgezeichneten Männern, die hier zusammentreffen,so hält man Paris für ein Pantheon der Lebenden.Eine neue Kunst, eine neue Religion, ein neuesLeben wird hier geschaffen, und lustig tummeln sichhier die Schöpfer einer neuen Welt. Die Gewalt-haber gebärden sich kleinlich, aber das Volk ist großund fühlt seine schauerlich erhabene Bestimmung.Die Söhne wollen wetteifern mit den Vätern, dieso ruhmvoll und heilig ins Grab gestiegen. Esdämmern gewaltige Thatcn, und unbekannte Götterwollen sich offenbaren. Und dabei lacht und tanzt