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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
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haben sie diese Ordensverleihung nicht einmal inden französischen Journalen angezeigt; und da dieDeutschen in ihrem Landsmanne sich selbst geehrtfühlen mufften, und aus Bescheidenheit nicht gerndavon sprachen, so ist dieses für beide Länder gleichwichtige Ereignis bis jetzt wenig bekannt worden.Solche Unterlassung und Vcrschwcigung war fürden neuen Ritter um so verdrießlicher, da man inseiner Gegenwart laut flüsterte, der neue Orden,wenn er ihn auch ans den Händen der Königinerhalten habe, sei durchaus ohne Geltung, so langesolche Verleihung nicht im Monitcnr angezeigt stehe.Der neue Ritter wünschte diesem Missstandc abge-holfen zu sehen, aber leider ergab sich, jetzt ein nochbedenklicherer Einspruch, nämlich dass das Patenteines Ordens, den der König verleiht, ganz ohneGültigkeit sei, so lange solches nicht von einemMinister kontrasignicrt worden. Unser Ritter hattedurch die Vermittlung der doktrinären Verwandteneiner berühmten Dame, bei welcher er einst Kapannim Korbe war, seinen Orden vom Könige erhalten,und man sagt, Dieser habe in seinem ganzen Weseneine frappante Ähnlichkeit mit seiner verstorbenenErzieherin, der Frau von Gcnlis, erkannt, undLetztere noch nach ihrem Tode in ihrem Ebcnbildcehren wollen. Die Minister aber, die beim Anblick