schleunigst emigriert. Armer Robespicrrc! du woll-test republikanische Strenge einführen in Paris, ineiner Stadt, worin 150,000 Putzmacherinnen und150,000 PcrruguierS und Parfnmcurs ihr lächeln-des, frisierendes und duftendes Gewerbe treiben!
Die amerikanische Lebcnsmonotonie, Farblosig-keit und Spießbürgern wäre noch unerträglicher inder Heimat der Schaulust, der Eitelkeit, der Mo-den und Novitäten. Wahrlich, nirgends grassiertdie Krankheit der AuSzcichnungssucht so sehr wiein Frankreich. Vielleicht mit Ausnahme von AugustWilhelm Schlegel, giebt es keine Frau in Deutsch-land, die sich so gern durch ein buntes Bündchenauszeichnete, wie die Franzosen; sogar die Julius-Helden, die doch für Freiheit und Gleichheit gefach-ten, ließen sich hernach dafür mit einem blauenBändchen dekorieren, um sich dadurch von dem übri-gen Volke zu unterscheiden. Wenn ich aber des-halb das Gedeihen einer Republik in Frankreich be-zweifele, so lässt sich darum doch nicht leugnen,dass Alles zu einer Republik aboutiert, dass die re-publikanische Ehrfurcht für das Gesetz an die Stelleder royalistischen Personcnverehrung getreten ist beiden Besseren, und dass die Oppositon eben so wiesie einst fünfzehn Jahre lang mit einem KönigeKomödie gespielt, jetzt dieselbe Komödie mit dem