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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
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dann wird gewöhnlich das Übel noch vermehrt. Sosahen wir jüngst, wie aus einem Proecssc der Artsich ein anderer entspann, wobei der König nur nochdesto mehr kompromittiert wurde. Nämlich Philip-pen, der Herausgeber eines Karikaturjournals, vcr-theidigte sich folgendermaßen: „Wolle man in irgendeiner Karikaturfratzc eine Ähnlichkeit mit dein Ge-sichte des Königs finden, so fände man diese auch,sobald man nur wolle, in jedem beliebigen, noch soheterogenen Bildnisse, so dass am Ende Niemandvor einer Anklage beleidigter Majestät sichergestelltsei." Um den Vordersatz zu beweisen, zeichnete erauf ein Stück Papier mehrere Karikaturcngesichtcr,wovon das erste dem Könige frappant glich, daszweite aber dem ersten glich, ohne dass jene könig-liche Ähnlichkeit allzu bemerkbar blieb, in solcherWeise glich wieder das dritte dem zweiten, unddas vierte dem dritten Gesicht, dergestalt aber, dassjenes vierte Gesicht ganz wie eine Birne aussah,und dennoch eine leise, jedoch desto spaßhaftere Ähn-lichkeit mit den Zügen des geliebten Monarchen dar-bot. Da nun Philippon trotzdem von der Jury ver-urthcilt wurde, druckte er in seinem Journale seineVerteidigungsrede, und zu den Beweisstücken gaber lithographiert das Blatt mit den vier Karikatur-gesichtcrn. Wegen dieser Lithographie, die unter dem

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