Kourant dafür in Empfang genommen. Indessen,wie ich höre, ist sie nach der Meinung der ncker-märk'schen Kamarilla noch immer nicht servil genuggeschrieben. — So geringfügig auch dieses kleineBegebnis aussieht, so ist es eben groß genug, denGeist der Gewalthaber und ihrer Untergebenen zucharakterisieren. Ich kenne zufällig den armen Fried-rich von Räumer, ich habe ihn zuweilen in seinemblau-grauen Röllchen und grau-blauen Militär-mtttzchcn unter den Linden spazieren sehen; ich sahihn mal auf dem Katheder, als er den Tod Lud-wins XVI. vortrug und dabei einige königlichpreußische Amtsthräncn vergoss; dann habe ich ineinem Damcnalmanach seine Geschichte der Hohen-staufen gelesen; ich kenne ebenfalls seine „Briefeans Paris," worin er der Madame Crelingcr undihrem Gatten über die hiesige Politik und dashiesige Theater seine Ansichten mittheilt. Es istdurchaus ein sricdlcbigcr Mann, der ruhig Queuemacht. Von allen mittelmäßigen Schriftstellern ister noch der bestes, und dabei ist er nicht ganz ohneSalz, und er hat eine gewisse äußere Gelehrsamkeitund gleicht daher einem alten trockenen Hering, der
P Hier findet sich in der ursprünglichen Fassung nochder Zwischensap: „er ist gar nicht so ledern, wie er aussieht."
Der Herausgeber,