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und es gab einen preußischen Liberalismus, und dieFreunde der Freiheit blickten schon vcrtraunngsoollnach den Linden von Berlin. Was mich betrifft,ich habe mich nie zu solchem Vertrauen verstehenwollen. Ich betrachtete vielmehr mit Besorgnisdiesen preußischen Adler, und während Andere rühm-ten, wie kühn er in die Sonne schaue, war ich destoaufmerksamer auf seine Krallen. Ich traute nichtdiesem Preußen, diesem langen frömmelnden Ka-maschenhcld mit dem weiten Magen und mit demgroßen Maule und mit dem Korporalstock, den ererst in Weihwasser taucht, che er damit zuschlägt.Mir missfiel dieses philosophisch christliche Soldatcn-thum, dieses Gcmcngsel von Weißbier, Lüge undSand. Widerwärtig, tief widerwärtig war mir die-ses Preußen, dieses steife, heuchlerische, scheinheiligePreußen, dieser Tartüffe unter den Staaten.
Endlich, als Warschau fiel, fiel auch der weichefromme Mantel, worin sich Preußen so schön zudrapieren gcwusst, und selbst der Blödsichtigste er-blickte die eiserne Rüstung des Despotismus, diedarunter verborgen war. Diese heilsame Enttäu-schung verdankt Deutschland dem Unglück der Polen.
Die Polen! Das Blut zittert mir in denAdern, wenn ich das Wort niederschreibe, wennich daran denke, wie Preußen gegen diese edelsten