Druckschrift 
8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

titelt:Briefe eines Narren an eine Närrin."") Obdes vielen Gntcn nnd Geistreichen, das darin ent-halten ist, ob der edlen Gesinnung des Verfassersüberhaupt, verzeih' ich diesem gern die mich betref-fenden bösen Äußerungen; ich weiß von welcherHimmelsgegend ihm Dergleichen zugcblascn worden,ich weiß, woher der Wind pfiff. Da gicbt es näm-lich unter unseren jakobinischen Enragvs, die seitden Jnliustagen so laut geworden, einige Nach-ahmer jener Polemik, die ich während der Nestau-rationspcriodc mit fester Rücksichtslosigkeit und zu-gleich mit besonnener Selbstsicherung geführt habe.Jene aber haben ihre Sache sehr schlecht gemacht,nnd statt die persönlichen Bedrängnisse, die ihnendaraus entstanden, nur ihrer eigenen Ungeschicklichkeitbeizumessen, fiel ihr Unmuth ans den Schreiberdieser Blätter, den sie unbeschädigt sahen. Es gingihnen wie dem Affen, der zugesehen hatte, wie sichein Mensch rasierte. Als Dieser nun das Zimmerverließ, kam der Affe und nahm das Barbicrzengwieder ans der Schublade Hervor, nnd seifte sichein und schnitt sich dann die Kehle ab. Ich weiß

Von Karl Gutzkow, Hamburg, Hoffinanu undCampe, 1832. Die betreffende Stelle findet sich auf S. 75des Buches.

Der Herausgeber.