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7 (1861) Über Deutschland : Th. 3
Entstehung
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Verlauf einiger Zeit kam ein junger wohlgebauterund wohlgcklcidctcr Mann, und schien an dem Tanzetheilnchmcn zu wollen. Er grüßte höflich die ganzeVersammlung und bot Jedem freundlich seine Hand,die sehr weich und eiskalt war und bei der Berüh-rung einen cigcnthümlichen Schauer erregte. Dannforderte er ein schönes und rcichgeschmücktcs jungesMadchen zum Tanz auf, ein frisches, keckes Dingund von leichtfertigen Sitten, mit Namen UrsulaSchöfferin; sie wusstc sich trefflich in seine Art zufinden, und halb und halb auf seine belustigendenSpaße einzugchn. Als sie so einige Zeit leiden-schaftlich getanzt hatte, wirbelten sie von dein Platzefort, den gewöhnlich der Tänzerkrcis umschloss,und immer weiter, erst von der Linde bis Sitti-chenhof, dann noch weiter bis zur Laibach, wo ervor den Augen vieler Schiffcrkncchte mit ihr hin-absprang, und Beide verschwanden.

Die Linde stand noch bis zum Jahre 1638,wo man sie ihres Alters wegen umhieb.

Dieselbe Sage existiert in vielerlei Varia-tionen. Die schönste ist die dänische in dem Licdcr-cyklus, welcher den Untergang des KönigsmördcrsMarsk Stig und seines ganzen Hauses besingt").

"1 In den französischen Ausgaben werden, statt desobigen Absatzes, siebzehn Strophen aus einem dieser Lieder